konzert : 26. wave-gotik-treffen / 03.06.2017 / agra-gelände, leipzig

am samstag, unter stürmischem gewölk, war der ort der wahl das agra-gelände; in gewisser weise das zentrum der wgt-veranstaltungen.

die musik startete um 18 uhr mit rotersand:

rotersand 01

eine gute eröffnung; nicht zu hart, keine ecken – ein sauberes klanggefüge in einer bereits gut gefüllten halle zur einstimmung auf einen abend mit möglichen schubladenbeschriftungen wie post-industrial, ebm, industrial, future-pop … ach, wen interessieren denn schubladen …

draußen ging derweil die himmelslade auf und schüttete kräftig aus:

regen

allerdings ohne große beharrlichkeit. wie der regen kam, so ging er.

regen 02

drinnen übernahmen in der zwischenzeit v2a die bühne und erhöhten schon mal deutlich tempo und druck:

v2a 01

v2a 02

das machte großen spaß. auch wenn ich mir um ines lehmann fast ein wenig sorgen gemacht habe – die frau tobte mit einem derartigen elan über die bühne und davor herum, dass sie zwischendurch beinahe einen hitzschlag zu erleiden schien und außerdem mit ihrer explosivpräsenz sogar ihre bandkollegen in erstaunen versetzte & hier und da verwirrte. nun ja. rock`n`roll. so soll das sein.

in der umbaupause blieb genügend zeit, um sich mal die riesenhafte markthalle anzugucken:

markthalle

und es gab einiges zu gucken – viel schnickschnack, viel überteuerte durchschnittsware, aber auch echte kunstwerke voller handwerkerliebe und -können, bei deren anblick man nicht unbedingt steampunk, grufti oder fetischist sein musste, um sich mal ein anerkennendes „wow“ entflutschen zu lassen.

auf der bühne des abends gaben sich dann als nächstes klangstabil die ehre:

klangstabil 01

klangstabil 02

die kollegen sind mir ja unlängst schon beim out of line weekender begegnet & ich kann hier nur wiederholen, was mir dort schon aufgefallen ist: ich habe zur musik, zur sprache, zum ausdruck dieses projektes leider keinen zugang. irgendwie bleiben sie mir immer fremd. tja.

einer aber war noch im hut für diese nacht & da blieb mir nichts fremd. denn der höhepunkt für den samstag hieß vnv nation. ich mag deren live-auftritte einfach. gut gelaunt, spielfreudig, druckvoll, emotional ohne rührseligkeit – die holen aus ihrem genre seit vielen jahren eine menge raus. mein persönlicher wermutstropfen ist dabei lediglich der eindruck, dass ihre plattenproduktionen zu glatt und professionell sind & dabei in meinen ohren ein wenig die neigung zur überstarken einheitlichkeit haben, zu einer art glatt gebügelten ästhetik. aber seis drum. live sind sie eine echte nummer & waren es auch an diesem abend.

vnv 01

vnv 02

vnv 03

vnv 04

vnv 06

und alles in allem war es ein geiler tag   🙂

 

 

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