buch : „arbeitsmusik als produktivitätsfaktor“ von fritz pauli

arbeitsmusik 02b

herausgegeben 1952 in wien durch das österreichische produktivitäts-zentrum.

eine schmale (43 seiten) aber sehr informative schrift zum thema arbeitsmusik aus dem blickwinkel der zeit; es wird sowohl auf die lange geschichte der arbeitsmusik, wie auch auf damals aktuelle wissenschaftliche untersuchungen über den zusammenhang zwischen musik und arbeitsleistung eingegangen. für und wider werden abgewogen, technische aspekte beleuchtet – das ganze liest sich flott, bringt jede menge anregende gedanken und einiges an wunderbarem zeitkolorit mit, vor allem tolle aufnahmen von 50er-jahre technik. dazu an vielen stellen großartig formuliertes. beispiel? bittesehr, seite 24:

„das schwierigste ist die richtige wahl der musikarten, die den tiefpunkt der ermüdungskurve überwinden sollen. am besten ist eine sich im stimulans steigernde folge moderner tanzweisen, die in einer schnellen polka, einem flotten galopp oder dergl. kulminiert. eine steigerung der lautstärke dabei wäre verkehrt; diese ist immer gleich zu halten.

ebenso falsch wäre es, den etwaigen wünschen von sonntagsschichten nach religiösen gesängen zu willfahren. es hat sich nämlich herausgestellt, daß choräle oder hymnen die arbeit ebenso schnell zum stillstand zu bringen vermögen wie ein feueralarm.“

na sowas.

arbeitsmusik sw 02a

 

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